Klar willst Du lernen, wie man dies, das und jenes Programmiert und macht. Bis zu einem gewissen Grad sollst Du das auch. Aber Du musst auch Geld verdienen und Wettbewerbsfähig bleiben.
Wenn Du XHTML und CSS drauf hast, lohnt es meist nicht es selber zu machen. In Spanien und Indien gibt es Haufenweise verlässliche Unternehmen, denen Du die Grafik schickst und ein perfektes XHTML mit CSS bbekommst, dass nach wunsch sogar Barrierefrei ist. Und das zu einem Preis, zu dem es niemand - schon gar nicht ein Anfänger - selber machen kann.
Bevor Du eine Lösung selbst programmierst, schau nach ob es nicht schon eine ist, die weit besser ist als die, Du selbst schreiben könntest. Das Zielö ist es dem Kunden für sein Geld die bestmögliche Lösung zu bieten. Auch wenn Du was lernen möchtest, darfst Du das nicht vergessen.
Sammle fertige Lösungen, die Du gut kennst und einbauen kannst und stelle die mit der Zeit einen Baukasten flexibler und bewährter Lösungen zusammen. Die zweit wird kommen, an der Du selbst das Level erreichst, sowas selbst zu bauen. Aber es braucht einige Jahre das Niveau der Entwickler der Top Lösungen zu erreichen. Außerdem haben die meist mehr sachen auf dem Schirm. Neben der Funktionalität denken die auch an Performance und Sicherheit. Es ist absolut keine Schande, fremden Code zu verwenden. Wichtig ist, dass es auch erlaubt ist das zu tun (z.B. OpenSource) und dass Du Dich nicht für die Erstellung einer Lösung bezahlen lässt, die Du fertig von jemand anderem hast. Die Anpassung und Einbindung dagegen solltest Du Dir sehr wohl bezahlen lassen.
Donnerstag, 29. April 2010
Angebote und Preise für eine Website
Wie man ein Angfebot verfasst und wie es Inhaltlich aussehen sollte findet man im Netz, darauf gehe ich hier nicht ein. Mir geht es darum aufzuzeigen, wie man die Positionen erarbeitet.
Es gibt verschiedene Arbeitsfelder eines Webdesigners:
Die Konzeption einer Website ist eine Herausforderung, ebenso CMS Implementation oder Web-Anwendungsentwicklung. Dagegen ist das Einpflegen von Inhalten etwas, was so ziemlich jeder mit einer kurzen Erklärung zustande bingt. Demtenstprechend haben die einzelnen Tätigkeiten unterschiedliche Preise bzw. Stundensätze.
Es gibt verschiedene Arbeitsfelder eines Webdesigners:
- Projektmanagement (Telefonate, Abstimmungsgespräche, Meetings)
- Konzeption
- Gestaltung
- Templateerstellung (HTML, CSS)
- CMS Implementation
- Web-Anwendungsentwicklung
- Pflege von Inhalten
- Bildbearbeitung
- Qualitätssicherung
- Support
Die Konzeption einer Website ist eine Herausforderung, ebenso CMS Implementation oder Web-Anwendungsentwicklung. Dagegen ist das Einpflegen von Inhalten etwas, was so ziemlich jeder mit einer kurzen Erklärung zustande bingt. Demtenstprechend haben die einzelnen Tätigkeiten unterschiedliche Preise bzw. Stundensätze.
Bei Stellen eines Angebots sollte man nicht vergessen, dass man auch Zeit und Geld wür das Anwerben des Kunden aufgebracht hat. Und dafür, dass fast immer jeder Job länger dauert, als vorher erwartet. 2000 Euro für eine Internetseite klingt viel. Wenn man überlegt, wie lange man dafür arbeiten muss und was man dabei noch für mehrkosten hat wird man erstaunt sein, wie wenig übrig bleibt. Steuern, Krankenkasse, Miete, Fahrtkosten. Irgendwie muss man schließlich überleben. Gerade wenn man klein Anfängt ist die Konkurrenz riesig. Überall gibt es einen Cousin, Sohn oder Bekannten der das günstig kann. Sich damit preislich messen zu wollen führt zu nichts. Vor allem nicht zu einem Geschäft, von dem man leben kann. Hier kommt eine sehr beliebte Abkürzung ins Spiel: Der USP, der Unique Selling Point, zu deutsch das Alleinstellungsmerkmal.
Warum sollte ein Kunde gerade Dich mit seiner Homepage beauftragen?
Warum sollte ein Kunde gerade Dich mit seiner Homepage beauftragen?
Weil Du Dich besser mit Websites auskennst, als der Sohn, Bekannte oder Cousin. Er möchte wissen, dass sein Geld gut investiert ist, weil am Ende ein herzeigbares Ergebnis herauskommt. Und das schafft man nur, wenn man sich damit professionell auseinandersetzt. Wenn es der Sohn billiger macht, dann soll er es eben machen. Erkläre freundlich, dass Du bei dem Preis weder mit kannst noch mit willst, weil Du Qualität liefern möchtest, die nun einmal einen gewissen Aufwand erfordert. Auch wenn Du den Job verlierst, spätestens, wenn er das Ergebnis des Sohnes sieht, wird er zurück kommen.
Was nichts kostet taugt auch nichts.
Ich habe es oft erlebt, dass ich bei Kunden, die Wert auf qualität legen rausgeflogen bin, weil ich zu billig war. Meine einstellung ist daher zu versuchen, möglichst realistisch den Aufwand und wert meiner Arbeit bzw. der Arbeit unserer Mitarbeiter abzuschätzen. So habe ich ein gutes Gefühl dabei, weil sowohl der Kunde alsauch ich ein gutes Geschäft machen.
Vorsicht vor Besserwissern
Die größte Gefahr beim Schätzen der Aufwände geht vom Kunden aus. Die Aufwände halbieren sich, wenn man einen Kunden hat, der einem vertraut, mit dem man auf einer Wellenlänge ist und dem man wenig lang und breit erklären muss. Dagegen vervielfachen Kunden, die bei jeder Kleinigkeit genauestens nachfragen, die vor und nachteile Erschöpfend erklärt, oder hier und da und dort noch Pixelweise Änderungen am Design haben wollen den Aufwand.
Jeder der länger dabei ist kennt den Worst Case... Die Website ist längst gestaltet und die Programmierung ist fertig, da kommt der Kunde mit Designänderungen. Der Aufwand der nun kommt ist gigantisch. Man sollte hier nicht versuchen, in den Styles was zu Ändern um den Kunden zufrieden zu stellen. Wenn das Design den Kunden parout nicht glücklich macht, muss der Schritt zurück ans Grafikprogramm sein. Nur hier lassen sich frei Änderungen einbringen ohne riesigen Programmieraufwand für dinge, die der Kunde dann doch wieder nicht optimal findet.
Ganz wichtig ist daher, dass man Abnahmen vereinbart. Es gibt eine Designphase, zwei oder drei Rework Phasen wo das Design angepasst wird und dann eine Abnahme. Ist bei der Abnahme soch immer was am Design zu tun, kostet das, da man schließlich nicht unbegrenzt Zeit für die Gestaltung investieren kann. Und es kostet definitiv, wenn nach der Abnahme Änderungen kommen.
Pflichtenheft
Kardinalsfehler ist es, eine Website anzubieten und nicht haarfein zu definieren, was im Angebot enthalten ist. Daher sollte man in einem Pflichtenheft genau festhalten welche Leistungen in welchem Umfang enthalten sind. Da man oft einen Fixpreis vereinbart, muss genau festgelegt sein, wie groß die Website ist und welche Funktionalitäten, Formulare und Inhalte sie beinhaltet.
Kardinalsfehler ist es, eine Website anzubieten und nicht haarfein zu definieren, was im Angebot enthalten ist. Daher sollte man in einem Pflichtenheft genau festhalten welche Leistungen in welchem Umfang enthalten sind. Da man oft einen Fixpreis vereinbart, muss genau festgelegt sein, wie groß die Website ist und welche Funktionalitäten, Formulare und Inhalte sie beinhaltet.
Ein extremes Beispiel:
Ich hatte vor einigen Jahren mal ein Kontaktformular mit Formularfeldprüfung angeboten, welches die Mails Serverseitig verschickt. Der Kunde monierte, dass die Prüfung der E-Mail Adresse nicht funktioniert. Ich hatte seinerzeit nur auf das Vorhandensein eines @ Zeichens geprüft. Ich habe nun eine Prüfung geschrieben, die den erlaubten Aufbau der Adresse prüfte. Der Kunde monierte, dass man heinz.meier@domain.xy eingeben kann und es .xy Domains nicht gibt. Nachdem ich auf alle Toplevel Domains geprüft hatte, wurde ich belehrt, dass auch nicht existente Domains angegeben werden können. Ich baute eine Lösung ein, die vorher die Existenz der Domain prüft. Als dann kam, dass man auch nicht existierende Adressen einer existierenden Domain angeben kann, bin ich schließlich explodiert.
Der einfachste Web vei Web-Applikationen ist es, hier anhand von Beispielen genau anzugeben, welche Eingaben erlaubt sind und welche nicht. Das ist zwar aufrwand, aber bei Web Applikationen erleichtert das das Testen und man kann es sogar automatisieren (http://de.wikipedia.org/wiki/Modultest).
Wie lange braucht "man" und wie lange brauche ich? Wie viel Zeit man für was braucht, zeigt einem die Erfahrung. Als anfänger braucht man meist die doppelte oder dreifache Zeit von dem, was ein Profi bräuchte. Das sollte man natürlich berücksichtigen. Den Stundensatz aber keinesfalls anpassen sondern nur die Stundenzahl geringer ansätzen als die die Du tatsächlich brauchst. Sonst musst Du später wenn Du besser wirst dem Kunden nicht erklären, warum Deine Stunden nun teurer werden.
Lerne Dich kennen
Es ist nervig, aber zwing Dich dazu, alle Zeiten, in denen Du für einen bestimmten Kunden arbeitest, auch wenn Du noch keinen Auftrag hast, aufzuschreiben. Du wirst erstaunt sein, wie viel zusammen kommt. Und Du wirst schnell kein Problem mehr mit zahlen wie 5.000 euro haben, wenn Du siehst, was an realem Stundensatz für Dich übrig bleibt. Außerdem lernst Du, Deine Zeitaufwände für Angebote besser zu schätzen.
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Geld - Was kostet eine Website?
Eines der größten Probleme, denen ich bisher begenet bin war zu beginn meiner Selbstständigkeit die Frage, was eine Website kosten darf. Hier Informationen zu bekommen hat sich ziemlich schwierig gestaltet. Legt man einen Stundensatz bzw. Tagsatz zugrunde? Was ist zu teuer, was ist zu billig? Wieviel Geld kann man nehmen, wenn man gerade erst anfängt?
Eine Stunde kostet zwischen 40 und 100 €.
Das ist so und daran gibt es nichts zu rütteln.
Warum nicht weniger?
40 sind doch recht viel für einen Anfänger!?
Wenn man Selbstständig ist, gehen Steuern ab. Dann muss man Krankenkasse, Strom, Rechner, Softwarelizenzen, eigenen Webspace und ggf. Miete und Versicherungen zahlen. Es gibt aber einen sehr bedeutenden unterschied zu anderen Jobs: Man bekommt nicht jede Stunde bezahlt. Das acquirieren neuer Kunden erfordert einiges an Zeit. Erstmal das suchen neuer Kunden, anrufen, rumfragen, evtl. Messetermine. Wenn man einen Interessenten hat bereitet man sich auf Verkaufstermine vor, analysiert die bisherige Website, macht schonmal ein Paar Entwürfe. Nach dem gespräch möchte der Kunde ein Angebot haben. Man grübelt, was man alles braucht, vergleicht geeignete Systeme, überlegt wie lange die Umsetzung wohl dauern kann, wie lange was dauern könnte und schreibt dann das Angebot zusammen. Da geht sehr viel Zeit drauf. Zusätzlich fallen Telefonkosten und Fartkosten an.
Preisentwicklung
40 ist aus meiner Erfahrung die absolute Schmerzgrenze nach unten und tut schon sehr weh. Einsteigen würde ich mit 45 bis 50. Dabei ist jeder Euro wichtig: Nicht vergessen, dass Du zwischen 700 und 1100 Arbeitsstunden im Jahr verkaufen willst.
Nach drei Jahren - inzwischen ist man sicher in Designfragen, erstellt guten HTML und CSS Code und kennt sich mit seinem CMS recht gut aus - kann man auf 55 - 65 Euro gehen. Da ist man dann ein passabler Selbstständiger oder Freelancer.
Hat man sich zur kleinen Webagentur gemausert, ist man bei 65 - 75 Euro, je nachdem, wie gut man sich verkaufen kann. Zweischen 75 und 85 liegen die meisten Agenturen. Und zwischen 75 und 100 die großen Agenturen.
Alles darüber sind meist spezialisten die besondere Beratungsleistung mit einbringen. Dabei gilt, je weniger Experten es für ein bestimmtes System oder ein bestimmtes Fachgebiet gibt, um so mehr können die für ihre Zeit verlangen. Dann befinden wir uns aber schon bei spezialisierten Beratern und nicht mehr bei Webdesignern.
Eine Stunde kostet zwischen 40 und 100 €.
Das ist so und daran gibt es nichts zu rütteln.
Warum nicht weniger?
40 sind doch recht viel für einen Anfänger!?
Wenn man Selbstständig ist, gehen Steuern ab. Dann muss man Krankenkasse, Strom, Rechner, Softwarelizenzen, eigenen Webspace und ggf. Miete und Versicherungen zahlen. Es gibt aber einen sehr bedeutenden unterschied zu anderen Jobs: Man bekommt nicht jede Stunde bezahlt. Das acquirieren neuer Kunden erfordert einiges an Zeit. Erstmal das suchen neuer Kunden, anrufen, rumfragen, evtl. Messetermine. Wenn man einen Interessenten hat bereitet man sich auf Verkaufstermine vor, analysiert die bisherige Website, macht schonmal ein Paar Entwürfe. Nach dem gespräch möchte der Kunde ein Angebot haben. Man grübelt, was man alles braucht, vergleicht geeignete Systeme, überlegt wie lange die Umsetzung wohl dauern kann, wie lange was dauern könnte und schreibt dann das Angebot zusammen. Da geht sehr viel Zeit drauf. Zusätzlich fallen Telefonkosten und Fartkosten an.
Preisentwicklung
40 ist aus meiner Erfahrung die absolute Schmerzgrenze nach unten und tut schon sehr weh. Einsteigen würde ich mit 45 bis 50. Dabei ist jeder Euro wichtig: Nicht vergessen, dass Du zwischen 700 und 1100 Arbeitsstunden im Jahr verkaufen willst.
Nach drei Jahren - inzwischen ist man sicher in Designfragen, erstellt guten HTML und CSS Code und kennt sich mit seinem CMS recht gut aus - kann man auf 55 - 65 Euro gehen. Da ist man dann ein passabler Selbstständiger oder Freelancer.
Hat man sich zur kleinen Webagentur gemausert, ist man bei 65 - 75 Euro, je nachdem, wie gut man sich verkaufen kann. Zweischen 75 und 85 liegen die meisten Agenturen. Und zwischen 75 und 100 die großen Agenturen.
Alles darüber sind meist spezialisten die besondere Beratungsleistung mit einbringen. Dabei gilt, je weniger Experten es für ein bestimmtes System oder ein bestimmtes Fachgebiet gibt, um so mehr können die für ihre Zeit verlangen. Dann befinden wir uns aber schon bei spezialisierten Beratern und nicht mehr bei Webdesignern.
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Tipps für angehende Webdesigner
Über diesen Blog
In diesem Blog möchte ich Einsteigern helfen, die vorhaben, im bereich Webdesign zu arbeiten oder sich selbstständig zu machen. Ich selbst habe 1996 privat begonnen, Webseiten zu basteln, habe meine Laufbahn 1999 in einer Werbeagentur begonnen, war kurz Selbstständig, habe ab 2003 bei einem Content Management System Hersteller gearbeitet und berate heute große Konzerne, Banken und öffentliche Insitutionen in Sachen Internet, Intranet, Portale und Social Media.
Warum dieser Blog?
Die Erstellung von Webseiten hebt sich von vielen anderen Berufszweigen ab: Alle Technologieen sind aus dem Dialog, Gedankenaustausch und der Zusammenarbeit von Menschen im Internet entstanden. Ein jeder der heute gutes Geld mit dem Internet verdient hat früher von anderen profitiert, die ihr Wissen weitergegeben haben. Diese Einstellung des sich gegenseitig helfens hat die rasante Entwicklung und Vernetzung der gesamten Welt in so kurzer Zeit erst möglich gemacht.
In diesem Blog möchte ich Einsteigern helfen, die vorhaben, im bereich Webdesign zu arbeiten oder sich selbstständig zu machen. Ich selbst habe 1996 privat begonnen, Webseiten zu basteln, habe meine Laufbahn 1999 in einer Werbeagentur begonnen, war kurz Selbstständig, habe ab 2003 bei einem Content Management System Hersteller gearbeitet und berate heute große Konzerne, Banken und öffentliche Insitutionen in Sachen Internet, Intranet, Portale und Social Media.
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